Mitte dieses Jahres war ich es leid meine Fotoausrüstung hin und her zu schlüren (ok, ich wollte meine Assistentin entlasten). So machte ich mich im Internet auf die Suche nach einer Transportmöglichkeit, die den Rücken schonen sollte. Folgende Kriterien sollten erfüllt werden:

  1. ausreichend große Ladefläche
  2. Ladefläche mit Seitenwänden um ein zusätzliches Sichern der Ausrüstung zu vermeiden
  3. rollbar mit großen Rädern
  4. standsicher
  5. faltbar auf kofferraumtaugliches Maß
  6. einfach und schnell zu bedienen

faltbarer Bollerwagen für Fotoausrüstung
Ich wurde auf der Seite von einem Anbieter für Outdoor Ausrüstung  (Sued-West.com) fündig.

Für 140 € bestellte ich mir den faltbaren Bollerwagen von bel-sol, der mir dann innerhalb von ein paar Tagen geliefert wurde.

Der Bollerwagen

… ist mit fast 12 kg kein Leichtgewicht, lässt sich aber noch ganz gut aus oder in den Kofferraum heben. Die vier 20 cm großen Räder sorgen für ausreichende Standfestigkeit und für eine leichte Beweglichkeit, auch auf nicht befestigten Wegen. Auf Kopfsteinpflaster wird es  zwar etwas holperiger, aber das war bisher noch akzeptabel. Die maximale Zuladung beträgt 70 kg und die Ladefläche hat folgede Abmaße: 81 cm Länge, 45 cm Breite und eine Höhe von 27 cm. Das Metallgestell macht einen robusten Eindruck und die Zugstange ist ausfahrbar. An der Vorderseite sind noch zwei kleine Netztaschen in denen z.B. Getränkeflaschen Platz finden.

Auf- und Abbau:

Das Interessante an diesem Bollerwagen ist, dass er sich ohne Werkzeug und irgendeiner Schrauberei auf- und abbauen lässt. Geliefert wurde der faltbare Bollerwagen mit einer Schutzhülle. Nach dem Lösen der zwei Verschlüsse zur Sicherung der Schutzhülle, lässt sich diese einfach abnehmen und auch wieder leicht überziehen. Der Handgriff für den Transport dient gleichzeitig zur Sicherung, damit der Wagen sich nicht sofort auseinander faltet. Nachdem man den Klettverschluss des Handgriffes gelöst hat, faltet sich der Bollerwagen fast von alleine auseinander. Den Boden noch etwas nachgedrückt und der Bollerwagen ist innerhalb einer Minute startklar.
Für den Zusammenbau zieht man nur an einem am Ladeboden befindlichen kleinen Griff  und der Bollerwagen ist genauso schnell wieder zusammen gefaltet.

Was kriege ich alles mit:

Zur Darstellung des Fassungsvermögens habe ich mal ein paar Beispiele ausprobiert und fotografiert.
Als Erstes habe ich einen Quadra Ranger mit kleinem Stativ und Deep OctaBox 70, meine Fototasche Crumpler New Delhi 770, einen California Sunbounce Mini und einen Boom-Stick in den Wagen gepackt. Man kann sogar den Quadra Ranger mit angebauter Octabox und kleinem Lampenstativ verstauen, ohne Angst haben zu müssen, diesen während der Fahrt zu verlieren. Es bleibt sogar noch Platz für eine Decke und anderen Kleinkram.
Beim zweiten Packversuch habe ich den Quadra Ranger Koffer, die  Deep OctaBox 70 verpackt in der dazugehörigen Tasche, meine Fototasche Crumpler New Delhi 770, einen California Sunbounce Mini, ein  B&W type 61 Outdoor Case , ein kleines Lampenstativ und den Boom-Stick verstaut und den Bollerwagen damit aber auch voll bekommen. Seht doch einfach mal selbst an den folgenden Bildern, wie das dann so aussieht:

Zusammenfassung der technischen Daten:

  • Maße aufgebaut:  93 x 52 x 59 cm
  • Maße eingepackt: 52 x 21 x 75 cm
  • Innenmaße Ladefläche:  81 x 45 x 27 cm
  • Zuladung:  70 kg
  • Eigengewicht: 12 kg

Fazit:

In den letzten Monaten habe ich meinen Bollerwagen ausgiebig testen können und kann diesen nur empfehlen. Der einfache Auf- und Abbau, das Fassungsvermögen, die Tragfähigkeit und die Robustheit ist für meinen Einsatzzweck genau das Passende. Ein paar Änderungen, oder eher Anbauten, werde ich wohl in Zukunft noch machen, um den Bollerwagen noch idealer für meine Tätigkeit als Menschenfotograf auf Hochzeiten und Portraitshootings zu gestalten. Zum Beispiel könnten an den Ecken kleine Bolzen sein, die ein Verrutschen von langen Gegenständen verhindern, die über die Ladefläche hinaus ragen. Seitlich wäre noch ein Halter für Lampenstative, Reflektoren oder andere lange Gegenstände von Nutzen.  Wer den Wagen auf etwas hügeligerem Gelände nutzt, wird bestimmt auch eine Bremse vermissen. Bis zur nächsten Saison werde ich mir hierzu mal ein paar Gedanken machen und das Gefährt ein wenig pimpen und auch darüber berichten.

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